Menu

FESTUNG BROD

 

Festung Brod

Wenn Sie Slavonski Brod besuchen, werden Sie nur leichte fünf Gehminuten vom städtischen Hauptplatz benötigen um die Festung Brod zu besichtigen. Diese Festung gilt als das wichtigste historische Gebäude in der Gespanschaft Brod-Posavina. Ihre Größe und Monumentalität schaffen den Eindruck, als wäre sie überhaupt nicht vorhanden, obwohl sie sich im Zentrum von Slavonski Brod befindet.

Der Bau der Festung begann 1715 und dauerte 60 Jahre lang. Die Festung wurde auf Befehl des Prinzen Eugen von Savoyen als Teil eines Festungssystems im Nordosten Kroatiens errichtet. Deshalb zeichnet sie sich durch imposante Größe aus. Ihre Unterbringungskapazität war 5.000 Soldaten, obwohl sie selten mehr als zweitausend war. Riesige Wassergräben, Bastions, Kurtinen, Hornwerk, Kavalier und Nebengebäude bedeckten eine Fläche von zwei Quadratkilometern, wodurch die Festung viel größer war als die Stadt Brod, die sich östlich der Festung erstreckte.

Die Soldaten in der Festung waren völlig autonom, da die Lagerhäuser der Festung im Falle einer 45-tägigen Belagerung eine vollständige Versorgung gewährleisten mussten.

Die Festung wurde nie angegriffen, und Soldaten der Festung haben niemals das benachbarte Bosnien und das Osmanische Reich angegriffen. Sie diente nur zur Abschreckung.

Die Existenz der Festung im 18. und 19. Jahrhundert hat den Alltag in der benachbarten Stadt maßgeblich beeinflusst. Die Straßen mussten sich senkrecht zur Festung erstrecken, einstöckige Häuser waren die einzige erlaubte Form von Häusern, und Häuser, die innerhalb einer Gewehr- (oder Kanonen-) Linie gebaut wurden, mussten aus Holz gebaut werden.

Die Bevölkerung von Brod teilte die schwere Last des Baus der Festung mit anderen Bewohnern der slawonischen Militärgrenze. Erdarbeiten an der Festung, das Brennen von Ziegeln, die Beschaffung von Holz und Brennholz waren eine feudale Verpflichtung bzw. eine unbezahlte Arbeit zu der alle Männer in der näheren Umgebung der Festung verpflichtet waren. Um die Festung zu bauen, mussten die Bewohner der slawonischen Militärgrenze ganze Wälder fällen, nicht nur in unmittelbarer Nähe, sondern auch in etwas entlegenen Teilen der Grenze.

Heute ist dieses Gebäude der kulturellen Entwicklung gewidmet. Es beherbergt die Stadtverwaltung, die Musikschule, das klassische Gymnasium, traditionelles Handwerk, das einzigartige Tamburitza-Museum und die Ružić-Galerie, die zweithöchstwertige Galerie der modernen Kunst in Kroatien.